exo air+
Design: Torben Söker (Dresden)
Feuerwehrkräfte erleben hohe physische Belastungen durch lange, komplexe Einsätze und die nötige Schutzausrüstung. Das wachsende Gesundheitsbewusstsein und die gesellschaftliche Alterung lenken zunehmend die Aufmerksamkeit auf Prävention. Gleichzeitig führt der Klimawandel zu mehr Wetterextremen, aus denen lange und anspruchsvolle Einsätze resultieren.
Das Designkonzept exo air+ zeigt, wie Feuerwehrkräfte in Zukunft dabei durch ein entlastendes Exoskelett unterstützt werden können. Diesen komplexen, nutzerbezogenen Anforderungen konnte bisher kein Exoskelett entsprechen. Das exo air+ wurde in einem konsequent nutzerzentrierten Prozess entwickelt, bei dem Expert:innen des Partners Dräger Safety und Feuerwehrkräfte aus Dortmund, Amberg und Darmstadt sowie das THW eingebunden waren.
Das exo air+ entlastet den unteren Rücken, indem es Energie beim Beugen des Oberkörpers speichert und beim Aufrichten freisetzt. Es wird eng am Körper getragen und bietet gleichzeitig hohe Bewegungsfreiheit und Unterstützungskraft. Das Atemschutzgerät wird als vertraute Grundlage der Schutzausrüstung durch das Exoskelett ergänzt. Je nach Einsatzszenario kann der Luftzylinder durch andere Module, z.B. für Katastrophenrettungen oder Waldbrände, ausgetauscht werden. Die Interaktionsflächen sind farblich abgesetzt und ermöglichen einfache Anpassungen. Reflexionsflächen erhöhen die Sichtbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen. Spezielle Polymere erfüllen technische Anforderungen wie Explosionsschutz und Flammschutz. Bei der Gestaltung des exo air+ wurden die Perspektiven der Nutzer:innen, Kolleg:innen und zu rettenden Personen berücksichtigt. Es vermittelt Sicherheit und Souveränität für die Träger:innen und verkörpert nach außen einen dynamischen, progressiv-professionellen Eindruck. Für die zu rettenden Personen strahlt es Vertrauen und Zugänglichkeit aus.
Das exo air+ bildet als Konzept eine neue Basis, um die physisch beanspruchende Arbeit von Feuerwehrkräften zukünftig zu erleichtern.






