Schalen »RUA«
Bettina Phuong Tran (Dresden)
Die RUA Schalen sind Entwürfe, die im Rahmen des Modules »Produkt und Poesie«, in Betreuung von Professorin Elke Mathiebe und in Zusammenarbeit mit Beate Pfefferkorn an der HTW Dresden entstanden sind. Das Modul forderte das Entwerfen eines Artefaktes, das vertraut und fremd zugleich erscheint und sich im Gebrauch erst wirklich erschließt und vor allem einen neuen Blick auf unseren Umgang mit den Dingen ermöglichen soll. Der Entwurf RUA ist daher eine Interpretation einer Schale für die Prozedur des Reiswaschens von Bettina Phuong Tran.
RUA ist eine Schale, in der das Reiswaschen eine ganz neue Bedeutung findet: Die Ruhe selbst.
Hierbei sind die Formen nicht nur zu betrachten, sondern zu ertasten. Um die kreisenden Bewegungen des Reiswaschens zu betonen, wölbt sich das Gefäß am Grund des Bodens und führt die Hand, das Wasser und den Reis entlang der Schale. Die Glasur umspielt die Form und unterstreicht die Kurven im Inneren. Die matte äußere Oberfläche hingegen überzeugt von Halt und Festigkeit. Biegungen und Wölbungen entlang des Randes vereinfachen das Fließen des Wassers und irritieren mit ihrer Position und Form. Das Porzellan unterstreicht die Eleganz und Ruhe, die die Form vorgibt.
Mit der Startgröße von 32 cm im Durchmesser und 16 cm in der Höhe entstanden schließlich die unterschiedlichsten Schalen mit einem Durchmesser von 28 cm und einer Höhe von 11 cm in Porzellan. So sitzt die Schale passend in den Händen und die hohen Schalenwände unterstützen das Schwingen des Wassers und des Reises.
Die vielen verschiedenen Entwürfe der RUA Schale exploriert die unterschiedlichsten Anwendungen des Waschens. Diese entstanden in einem Zeitraum von wenigen Monaten, mit keinen Vorkenntnissen in der Bearbeitung von Porzellan.
RUA soll Rituale wiederbeleben und ihnen eine neue individuelle Bedeutung verleihen.
Jede Bewegung erzählt ihre Geschichte, so soll RUA ihre bis in Generationen weitergeben.






