C.O.W. – Circular Organic Waste
Karl Schinkel, Björn Naumann (Halle/ Saale)
Open-source Kochstelle und autarke Energieproduktion
Bioabfälle sind eine Ressource. Durch bakterielle Zersetzung können aus Pflanzenresten und
Gülle Kochgas und Dünger generiert werden. Diesen Prozess wollen wir durch einen niederschwelligen Aufbau öffnen und in kleine lokale Gemeinschaften tragen. Vor Ort wird damit unabhängig Energie zur Lebensmittelzubereitung und -produktion bereitgestellt und zugleich Raum geschaffen für ein geselliges Beisammensein.
C.O.W – Circular Organic Waste ermöglicht eine autarke Energiegewinnung, vermittelt ein konkretes Begreifen zu dessen Verbrauch und stellt zugleich einen Raum des sozialen Austauschs bereit.
Mit C.O.W. werden Bioabfälle durch natürliche Zersetzung zu Brenngas und Dünger aufgewertet und dienen somit der Gemeinschaft als Ressource für lokale Nahrungsmittelproduktion und -verarbeitung.
Die Nutzung von C.O.W. ist verblüffend einfach: Die bei der Zubereitung von Speisen anfallenden Bioabfälle oder Speisereste müssen gesammelt und zerkleinert werden. Je kleiner die Reste, desto mehr Oberfläche steht den Bakterien zur Verfügung, d.h. desto reaktiver ist die Biomasse. Die Abfälle werden dem Fermenter über den Trichter zugeführt. Der Anteil der Trockenmasse sollte dabei etwa 20-25% betragen, sprich auf einen Liter Festmasse kommen vier Teile Wasser. Als Starterkultur eignen sich Gülle bzw. alle Arten von tierischer (aber auch menschlicher) Exkremente.
Nach einigen Tagen bildet sich unter Luftabschluss Methan und das Sperrventil am Fermenter sollte geöffnet werden. Nun entweicht das Methan über die Filter direkt in den Gasspeicher. Bei Nutzung des Gases wird nun das zweite Sperrventil geöffnet. Der Kocher wird entzündet, und damit kann das Kochen beginnen. Nach der Nutzung ist die Gaszuleitung zu schließen.
Aus den angefallenen Bioabfällen des gemeinsamen Kochvorgangs kann nun das Gas für die nächsten Nutzer:innen produziert werden.






